3. Tag: Shira Cave (3880m) – Lava Tower (4650m)– Barranco Camp (3970m)

Der heutige Tag diente zur aktiven Akklimatisierung und erhöht die Chancen auf einen Gipfelerfolg der Kilimanjaro Trekkingtour deutlich. Während die Landschaft immer alpiner wurde, stiegen wir vom auf 3.880m gelegenen Camp zur Lava Tower Hütte (4.600 m) und zum Lava Tower Hut auf. 20070914-19_Kilimanjaro 224_s.jpg Dieser Aufstieg erfolgte zuerst über einen gewundenen Pfad ständig steil bergauf, bis man einen Bergrücken erlangte, auf dem es mehr oder weniger geradeaus weiter ging. Unterwegs wird einem auch wieder bewusst, dass das alles kein Kinderspiel und für den Körper eine deutliche Anstrengung ist, als sich bereits ein Gruppenmitglied bedingt durch den Mix aus Höhe und Anstrengung übergeben muss und ein Porter vor Überanstrengung am Wegrand zusammenbricht. Nachdem der Porter versorgt und ins Tal gebracht wurde, sind wir also Schritt für Schritt weiter gegangen. „Pole Pole“ heißt es immer, was so viel bedeutet wie „ganz langsam“ oder „immer mit der Ruhe“. Und das sollte man auch ernst nehmen, beider Höhe, die man jeden Tag überwindet, sollte man so langsam wie möglich gehen und so viel wie möglich trinken, um den Körper langsam an den gewaltigen Höhenunterschied zu gewöhnen. Gegen Mittag erreichen wir den Lava Tower Hut, eine Formation aus Lava in Form eines Hutes. Leider regnet es hier bereits in Strömen. 20070914-19_Kilimanjaro 227_s.jpg Nach einer kurzen Lunch Pause im Schutz einiger Felsenwandern wir wieder hinab in das wohl malerische Barranco Valley von dem wir leider im Nebel nicht all zu viel sehen können, mit seinen vielen Senecien und Lobelien. Die Übernachtung erfolgt im vielleicht schönsten Camp des Berges, dem Barranco Camp auf ca. 3.970 Metern. Diese Etappe dauerte ca. 7 Stunden und wir kamen ziemlich erschöpft und völlig durchnässt im Camp an. 20070914-19_Kilimanjaro 241_s.jpg Hier machte sich auch bei den ersten Teilnehmern die Höhe richtig bemerkbar. Durch den Anstieg auf über 4.600 m war der Körper doch ziemlich beansprucht und bei einigen nahmen Kopfschmerzen und Übelkeit auch nach dem Abstieg auf 3.900 m wie am Vortag nicht ab. Glücklicherweise blieb ich von all diesen Symptomen verschont, so dass ich nachdem ich mich aufgewärmt und bei einem leckeren Abendessen gestärkt hatte zuerst den Kibo bei Sonnenuntergang und später den wohl schönsten Sternenhimmel, den ich je gesehen habe genießen konnte!

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